Gas tanken ist kein Risiko.
Zugegeben, viele Menschen verbinden das Wort Gas fast automatisch mit einer explosiven Mischung, von der man besser die Finger lässt. Das ist in Bezug auf Autogas eigentlich nicht nötig. Die Tankstellen bieten unzählige Sicherheitsmaßnahmen, welche das Austreten von LPG zuverlässig verhindern.
Die Sicherheit beginnt bei der Befüllung…
Wenn es an einer Autogas Tankstelle zu einem Zwischenfall gekommen ist, dann war die Hauptursache bisher immer der Anwender. Grobe Fehler bei der Befüllung des Tanks sollten letztendlich vermieden werden – genau aus dem Grund gibt es schließlich die Hinweisschilder.
Prinzipiell muss man schon viele Fehler machen, um letztendlich für eine Fehlfunktion oder einen Gasaustritt zu sorgen. Die Tankstellen unterliegen gesetzlichen Verpflichtungen und sorgen auch selbst dafür, dass die Anlagen kein Risiko darstellen. So werden beispielsweise die LPG Tanks an Aral-Tankstellen unterirdisch gelagert. So können sie sich nicht aufheizen und sind vor Beschädigungen durch Fahrzeuge oder Personen geschützt.
Für LPG Tanks, die an der Oberfläche stehen, gibt es ebenfalls Bestimmungen. Diese werden bei der Belieferung nicht direkt angesteuert. Die Lieferfahrzeuge müssen zu einem sogenannten Befüllpunkt, der nicht in direkter Reichweite des Tanks ist. Selbstverständlich sorgen Gas-Sensoren dafür, dass bei einem Austritt sofort Alarm geschlagen wird.
… und hört beim Anwender auf.
Otto Normalverbraucher merkt von diesen Sicherheitsvorkehrungen in der Regel nichts. Auch die an den Tanksäulen angebrachten Sicherheitsmaßnahmen müssen meist benutzt werden – dennoch sind sie äußerst hilfreich, sollte es einmal brenzlig werden.
An jeder Tankstelle gibt es den sogenannten Totmann-Schalter, der den Gasfluss regelt. Nur wenn er gedrückt ist, kann das LPG über die Leitungen in den Tank des Fahrzeugs gelangen. Außerdem helfen obligatorische Not-aus-Schalter dem Anwender, die Befüllung im Ernstfall schnell und konsequent zu stoppen. Der Not-Aus-Schalter ist übrigens nicht nur an der Zapfsäule. Auch das Tankstellen-Personal hat Zugriff darauf und kann eingreifen.
Beachtet man die gängigen Sicherheitsvorkehrungen und verzichtet auf die Zigarette während des Tankvorgangs, dann kann man bei der Befüllung also kaum einen Fehler begehen. Magnetventile in der Füllpistole sorgen dafür, dass das LPG nur in den Tank gelangt und nicht in die Atemluft gerät. Bleibt letztlich nur die Frage, was bei einem Unfall passiert. Sollte ein Auto – aus welchen Gründen auch immer – einmal in eine Zapfsäule fahren, so werden automatisch Sicherheitsmechanismen ausgelöst, die Schlimmeres verhindern.